Umsetzungsmaßnahme

Nahmobilität

Mobilität ist mehr als das Zurücklegen einer Strecke von A nach B - Mobilität bedeutet eine Vielfalt von Wegen und Möglichkeiten für das Bewegen und Interagieren in Räumen. Lebenswerte Städte haben alle gemeinsam, dass ihre Bewohner*innen sich gerne zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewegen

Nahmobilität

Tactical Urbanism: Lebenswerte Nebenstraßen

Das Gehen ist die umweltfreundlichste Fortbewegungsart, ist gleichzeitig sozialverträglich, d.h. unabhängig von sozialer Stellung, Alter oder finanziellen Möglichkeiten und für fast alle Menschen machbar – und zugleich gesund. Sich im nahen Wohnumfeld zu bewegen hat coronabedingt einen Boom erlebt und vielen Menschen fallen zunehmend die Defizite des Straßenraums für Fußgänger auf: Zu eng, zu grau, zu viele PKW, zu monoton. Um die derzeitige Bereitschaft sich zu Fuß zu bewegen in die Postcoronazeit zu überführen und gesundheitliche Vorteile beizubehalten, bedarf es strukturell-gestalterischer Veränderungen.

Das Konzept der Walkability zielt aus Planungssicht daher auf eine bewegungsanimierende gebaute Umwelt. Zunehmend wird erkannt, dass Walkability in den letzten Jahren ein wichtiges Thema im Bereich Planung, Städtebau und Gesundheit geworden ist, da die gebaute Umwelt bestimmte Verhaltensweisen beeinflusst. Aus der Praxis werden konkretere Anleitungen gefordert, welche städtebaulichen Merkmale zu erfassen oder anzuwenden sind, um die Walkability zu bewerten oder bewegungsfreundliche Städte zu schaffen. Die Messung von Merkmalen der gebauten Umwelt nimmt in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle ein, aber auch die Frage, wie die Forschungsergebnisse Politik sowie Planungs- und Baupraxis erreichen.
Mit dem Projektvorschlag soll die Walkability anhand eines oder mehrerer Straßenzüge erstmalig in der Oberhausener Innenstadt demonstriert und durch empirische Analysen begleitet werden. Impulse aus dem Nahmobilitätskonzept bilden die Grundlage. Ziel ist es dabei mit sichtbaren Maßnahmen in den Stadt- und Straßenraum einzugreifen, um die etablierte Wahrnehmung und Interpretation aufzubrechen. Für die Umsetzung dieses Projektvorschlags ist die Zusammenarbeit mit den anderen AGs bzw. die Kombination mit anderen Projektvorschlägen wie der Bau von Stadtmobiliar besonders fruchtbar.